Undercover im Grundfutter - unspezifische Symptome richtig deuten
Stoffwechsel Verdauung
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Tierarzt und wissenschaftliche Fachberatung
Belastungen durch Toxine – egal woher sie stammen – resultieren überwiegend in nicht pathognomonische Krankheitsanzeichen. Diese können bei schleichenden Vergiftungen sein:
• Leistungsschwäche
• Fellveränderungen
• Leberwertveränderungen
• Eventuell Blutbildveränderungen, erhöhte Nierenwerte
• Gewichtsabnahme
• Getrübte Stimmung, leichte Benommenheit
• Hufrehe
Bei unspezifischen Krankheitsanzeichen wechselnder Ausprägung muss die Möglichkeit einer Intoxikation berücksichtigt werden. Zur Klärung sind Besichtigungen der Weide und Haltungsflächen und die Analyse der Futtermittel, insbesondere des Heus, wichtig. Vielfach reicht die grobsinnliche Prüfung mehrerer Proben aus, um z.B. Schimmelbelastungen oder grobe Verunreinigungen festzustellen. Anders ist es bei der Erkennung von Giftpflanzen im Futter. Da sie nicht so einfach ist, müssen bei Verdacht auch bei negativem Befund in der grobsinnlichen Betrachtung Probenanalysen im Labor erfolgen. Bei Giftpflanzen handelt es sich um sehr potente Drogen. Die Aufnahme kleinster Mengen können bereits ernsthafte Störungen verursachen.
Auf den Wiesen werden die Frischpflanzen von den pflanzenfressenden Tieren in aller Regel gemieden. So zum Beispiel die Colchicin-haltige Herbstzeitlose, die im April/Mai mit ihren 40 cm langen grünen Blättern zum Vorschein tritt: Sie wird von uns gerne mit Bärlauch oder Maiglöckchen verwechselt , dann schnell von Gras überwachsen , und optisch versteckt.

Abbildung 1: Idyllische Kräuterwiese? Der Schein trügt: unscheinbar wächst die Herbstzeitlose im Frühjahr auf den betroffenen Wiesen und hebt sich für unser Auge kaum ab (z.B. links). Frischpflanzen werden in aller Regel von Weidetieren vermieden.
Typisch ist die Samenkapsel in der Mitte. Diese Pflanzen sollten sorgfältig aus den Wiesen ausgestochen werden:

Abbildung 2: Herbstzeitlose mit der typischen Samenkapsel in der Mitte.
Da die Herbstzeitlose, ebenso wie das Jakobskreuzkraut, nach dem Trocknen oder Silieren nicht mehr bitter schmeckt, können sie die Tiere nicht erkennen und fressen sie mit. Diese Giftpflanzen enthalten jedoch nach wie vor ihre Toxine und die regelmäßige Aufnahme selbst kleinster Mengen führt zu einer schleichenden Vergiftung mit anfänglich unspezifischen Symptomen.

Abbildung 3: Herbstzeitlose getrocknet im Heu. Typisch ist die eher bräunliche Farbe.

Abbildung 4: Aus Heu selektierte Herbstzeitlose (Blätter und Samenkapseln). Mit Herbstzeitlose kontaminiertes Heu sollte auch nach der Selektion nicht verfüttert werden, denn die Samen können an anderen Heubestandteilen haften.
Oberstes Behandlungsgebot bei Vergiftungen ist die Elimination der Toxine aus dem Umfeld und der Fütterung, um eine weitere Aufnahme und Verschlimmerung der Toxinwirkungen zu verhindern. Schon bei Verdacht auf Vorliegen einer Toxinbelastung, spätestens mit deren Nachweis, müssen die großen Stoffwechsel- und Entgiftungsorgane unterstützt und angeregt werden.
Therapieempfehlung: Pferd
Bei Pferden stehen hierfür HeparCheval® als pflanzenbasiertes Ergänzungsfuttermittel zur Verfügung. Neben typischen Leberpflanzen sind mit der Echten Goldrute und dem Löwenzahn auch ausgewählte Nierenpflanzen enthalten. Von den potenzierten Medikamenten ist an Hepar comp. N PlantaVet und Renes/Viscum comp. PlantaVet zu denken. Je nach Ausprägung der Symptomatik und Leidensdruck der Pferde kann auch eine sogenannte Detox-Behandlung als Kur durchgeführt werden (siehe Abbildung).

Zur Toxin-Absorption im Magen-Darm-Trakt werden Kohle und Zeolith/Klinoptilolith empfohlen. Solange noch kontaminierte Futtermittel im Verdauungstrakt vermutet werden, ist die Gabe von Durchfallpulver Dr. Schaette und PlantaSil® Pulver sinnvoll. PlantaSil® Pulver enthält neben den Adaptogenen Brennnessel und Bockshornklee ausreichend Klinoptilolith, und Durchfallpulver Dr. Schaette enthält neben Medizinischer Kohle zur Toxinabsorption auch Tannin und Eichenrindenpulver, die die Schleimhaut abdichten und ein Eindringen von Toxinen erschweren.
Therapieempfehlung: Kaninchen & Meerschweinchen
Auch unsere Kaninchen und Meerschweinchen können durch toxinbelastetes Futter zu Schaden kommen. Bei den Heimtieren gelten die gleichen Behandlungsgrundsätze. Die großen Stoffwechsel- und Entgiftungsorgane können hier mit PlantaHepar® unterstützt werden. Die große Vielfalt sorgfältig ausgewählter Pflanzen unterstützen Leber und Nieren. Von den potenzierten Medikamenten ist an Hepar comp. PlantaVet zu denken. Auch hier ist die Durchführung einer Detox-Behandlung möglich (Abbildung).

Die Anwendung von PlantaSil® Pulver bei Kaninchen und Meerschweinchen ist möglich. Dafür muss aber eine gute Nutzen-Risiko-Abwägung und Rationsberechnung erfolgen, weil mit der Gabe von PlantaSil® Mineralien und Spurenelemente zugeführt werden, die z.B. eine Überversorgung mit Kalzium bewirken oder eine bestehende Urolithiasis verschlimmern kann.
Therapieempfehlung: Rind
Nicht zuletzt können auch Rinder durch Toxin belastetes Futter Schaden nehmen. Die Leber ist sowieso schon mit der hohen Stoffwechselleistung beschäftigt. Zur Toxin-Absorption im Magen-Darm-Trakt ist auch hier im Akutfall das Durchfallpulver Dr. Schaette die beste Wahl. Hepar comp. N PlantaVet kann zur Unterstützung der Leber und des Stoffwechsels eingesetzt werden. Bei schlechter Futteraufnahme und allgemeiner Schwäche von Einzeltieren ist hier auch an KetoHepar® zu denken, dessen pansengeschützten Inhaltsstoffe ein Booster für den (Leber)Stoffwechsel darstellen. Ansonsten eignet sich zum Beimischen ins Futter zur Behandlung größerer Bestände Urkraft Toxfit von Dr. Schaette hervorragend.
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